Im Rahmen des Sommersemesters 2026 widmete sich der Master-Entwerfen-Kurs am Institut für experimentelle Architektur.Hochbau der Universität Innsbruck der konzeptionellen Entwicklung und architektonischen Ausarbeitung einer konkreten Entwurfsaufgabe im Bestand. Als Grundlage diente das multifunktionale Veranstaltungshaus der SZENE Salzburg für zeitgenössische Bühnenkunst und Musik, das sowohl baulich als auch programmatisch erweitert werden sollte. Der zentral am Fuße des Mönchsberges gelegene Veranstaltungsort ist hierbei nicht nur als Theater mit Platz für 700 Personen zu verstehen, sondern als ein lebendiger Ort für Kunst, Kultur und Kommunikation, der mit seinen vielschichtigen Veranstaltungen und jährlich über 150.000 Besucher:innen neue künstlerische Impulse in der von klassischer Hochkultur geprägten Mozartstadt setzt.
Gefordert war eine Erweiterung, die unter anderem neue Veranstaltungsräume, einen zusätzlichen Theaterraum mit Foyer, Artist-in-Residence-Apartments, Gemeinschafts- und Büroräume, Backstage-Bereiche sowie Technik- und Lagerflächen umfasst, mit dem ausdrücklichen Freiraum, dieses Programm individuell zu interpretieren und anzupassen.
Ausgehend von der besonderen stadträumlichen, kulturellen und sozialen Situation des Gebäudes am Anton-Neumayr-Platz untersuchten die Studierenden unterschiedliche Entwurfsansätze, um bestehende und neue Gebäudestrukturen nicht additiv, sondern als räumlich, strukturell und programmatisch zusammenhängendes System zu denken. Im Zentrum stand dabei nicht die bloße Erfüllung funktionaler Anforderungen, sondern die Entwicklung eines architektonisch relevanten Entwurfsansatzes im Sinne einer übergeordneten Projektidee, wobei der Entwurfsprozess explizit als experimentell und methodenbasiert verstanden wurde.
Die Arbeiten entstanden in Dreierteams und orientierten sich in ihrer Organisation an der architektonischen Projektentwicklung in der Praxis. Begleitet durch Entwurfsbetreuung sowie Software- und Modellbau-Workshops entwickelten die einzelnen Teams Projekte bis zum Detailgrad der Entwurfsphase, also mit belastbaren konstruktiven Überlegungen, Aussagen zu Materialität und Struktur sowie einer gestalterischen Haltung, die sich kritisch mit dem zeitgenössischen architektonischen Diskurs auseinandersetzt.
Lehrende: Simon Comploi, Christoph Opperer, Karolin Schmidbaur, Gilbert Sommer
Studierende: Julian Berger, Katharina Deeken, Mariana Derias, Vincent Drechsel, Hümeyra Eraslan, Klara Gassner, Alan-Lou Glemser, Niklas Hauck, Tilmann Heider, Bruno Huber, Malin Ludwig, Melitta Matiscsak, Valentina Munari, Cora Nill, Fiona Pirk, Marvin Rosner, Schariq Schmidt, David Spornberger, Alena Steiner, Levin Wagner, Marlene Wett
PROGRAMMÜBERSICHT
Freitag, 19. Juni
Samstag, 20. Juni
Dauer der Ausstellung