Ausschreibung

OPEN CALL 2027

Dezentrale Praktiken

Open Call 2027 - Dezentrale Praktiken
Wir suchen das Flirren an den Rändern, die Instabilität des Zentrums, das Ausfransen der Grenzlinie. Wir feiern die Peripherie, die Nebenstraßen und Umleitungen, die uns in unbekanntes Ortsgebiet leiten.

Die FÜNFZIGZWANZIG lädt in Kooperation mit dem Richard-Hirschbäck-Archiv zur Einreichung künstlerischer Beiträge für das Jahresprogramm 2027 ein.
Anlässlich des 20. Todestages des Künstlers Richard Hirschbäck richtet sich der Open Call 2027 an einzelne Künstler:innen sowie Kollektive, die außerhalb urbaner Zentren arbeiten.
Im Fokus stehen dezentrale künstlerische Praktiken in Österreich, die sich nicht ausschließlich über ihre geografische Verortung bestimmen lassen, sondern ebenso als formale und methodische Verschiebungen zu verstehen sind: als Praktiken, die an den Rändern etablierter Strukturen operieren, diese hinterfragen und neue Formen künstlerischer Produktion und Zusammenarbeit erproben.
Dezentrale Kunstpositionen erweitern urbane Kunstlandschaften, indem sie bestehende Hierarchien verschieben und neue Perspektiven in den aktuellen Kunstdiskurs einbringen. Häufig entstehen eigenständige, ortsbezogene Arbeitsweisen, die eng an lokale Bedingungen gebunden sind und spezifische räumliche, ökologische oder infrastrukturelle Fragestellungen differenziert verhandeln.
Dabei entstehen oft kollaborative, interdisziplinäre und prozessorientierte Ansätze: Projekte entwickeln sich im Austausch mit lokalen Akteur:innen, sind langfristig angelegt und verstehen Kunst als soziale und forschende Praxis. Gleichzeitig stellt die Arbeit außerhalb urbaner Strukturen spezifische Anforderungen – etwa an Netzwerke, Infrastruktur, Mobilität und nachhaltige Anbindungen zwischen peripheren und städtischen Kontexten.

Der Open Call versteht dezentrale Kunstpositionen nicht als Gegenentwurf zur Stadt, sondern als ergänzende und kritische Erweiterung aktueller kultureller Produktionsformen.
Aus dem Pool der Einreichungen werden zudem zwei Richard-Hirschbäck-Preise zur gezielten Stärkung dezentraler Kunstpraxis vergeben. Die Preise sind jeweils dotiert mit 2.000 € und werden 2027 erstmals von der FÜNFZIGZWANZIG in Kooperation mit dem Richard-Hirschbäck-Archiv ausgeschrieben.
Richard Hirschbäck (1937–2007) arbeitete zwischen Zeichnung, Malerei, Installation im öffentlichen Raum, Text und konzeptuellen Ansätzen. Seine Arbeit war geprägt von der Auseinandersetzung mit Raum, Sprache und Wahrnehmung und entstand häufig außerhalb institutioneller Kontexte. Hirschbäcks Interesse an Randzonen, Übergängen und prozesshaften Arbeitsweisen sowie seine Praxis, die sich durch eine eigenständige Positionierung jenseits klar definierter institutioneller Rahmen auszeichnete, machen ihn zu einer wichtigen Referenz für gegenwärtige dezentrale Kunstpraktiken. Der Preis würdigt künstlerische Positionen, die in diesem Sinne eigenständig, kontextbezogen und strukturbefragend arbeiten.

Bitte senden Sie:

  • Portfolio
  • kurze Projektbeschreibung

  • ggf. Budget und Zeitplan
    als PDF (max. 5 MB!) per swisstransfer.com an kontakt@5020.info
    
Bei Filmen und Videoarbeiten bitten wir um einen Vimeo- oder YouTube-Link.

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Betreff: Open Call – Dezentrale Praktiken
Einreichfrist: 30.07.2026, 23:59 Uhr

Zu spät eingelangte Einreichungen und Einreichungen, die nicht den Vorgaben entsprechen, können nicht berücksichtigt werden. Alle Bewerber:innen werden bis spätestens Dezember 2026 per E-Mail über das Ergebnis des Auswahlprozesses informiert.