film + talk

salty doks

Gespiegelt / Sarah Kretschmer, AT 2025, 60 Min, Deutsch

04. 02. 2026, 18.30 Uhr

SALTY DOKS – ist eine Dokumentarfilmreihe von Studio West.

In regelmäßigen Filmabenden werden Filme präsentiert, die zum aufmerksamen Sehen, zum Nachdenken und zum offenen Austausch einladen. Im Mittelpunkt steht eine differenzierte, vielschichtige und kritische Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen und politischen Dokumentarfilm – sowohl als künstlerische Ausdrucksform als auch als Beitrag zur öffentlichen Debatte über die drängenden Fragen unserer Zeit. Eine bewusst akzentuierte Programmauswahl schafft Raum für aktuelle filmische Tendenzen, Wiederentdeckungen und neue Blickwinkel.

SALTY DOKS versteht sich als Plattform für filmischen und gesellschaftlichen Diskurs und zugleich als Einladung, die eigene Komfortzone zu verlassen und sich mit Themen auseinanderzusetzen, die außerhalb der gewohnten alltäglichen Realität liegen.

Einlass: 18.30h
Filmstart: 19.00h
Eintritt frei !

Gespiegelt
Sarah Kretschmer, AT 2025, 60 Min., Deutsch

„Gespiegelt“ ist ein Dokumentarfilm von Sarah Kretschmer, der als Making-of zur Theaterproduktion „Der Spiegel“ nach Andrei Tarkowski am Deutschen Staatstheater Temeswar entstand.
Der Film begleitet die Inszenierung hinter den Kulissen und reflektiert zugleich Tarkowskis Themen von Erinnerung, Identität und Zeit. So entsteht ein eigenständiges Werk zwischen Dokumentation und filmischer Meditation über künstlerische Prozesse und Spiegelungen des Selbst. Gespiegelt – nicht nur Film, nicht nur Theater. Ein Denkraum. Hier prallen individuelles und kollektives Gedächtnis aufeinander, ringen, verschmelzen, stoßen sich ab. Erinnern heißt nicht bewahren, sondern neu erschaffen. Und so ist auch dieser Film ein assoziativer Gedankenstrom, der die Entstehung eines Bühnenstücks beobachtet, sich mit den Hindernissen und Perspektiven in der Kultur und einem Stück Theaterarbeit unter dem Regime von Nicolae Ceausescu befasst.
Hier wird Andrei Tarkowskis Welt im Stimmengewirr der Bühnenakteure, in den Werkstätten und an den Tischen als Manifest hörbar: Es geht um Räume der Begegnung, nicht des Gegensatzes. Sprache als Brücke, nicht als Mauer.
„Der Spiegel“ selbst: bleibt ein Rätsel, ein offenes Buch ohne Seitenzahlen.
(Produktionsnotiz der Regisseurin)