Diskussion

Sexarbeit in Österreich: Zahlen – Daten – Fakten

Vortrag von Dr.in Helga Amesberger und anschließendes interaktives Podiumsgespräch mit Aktivist*innen der Plattform sexworker.at und Sexarbeiterin*innen

07. 06. 2022, 17.00 Uhr

Dr.in Helga Amesberger ist Sozialwissenschaftlerin (Politikwissenschaft, Ethnologie und Soziologie) und langjährige Mitarbeiterin am Institut für Konfliktforschung/Wien. Sie forscht und publiziert zu Prostitutionspolitik, Frauen und NS-Verfolgung, sowie Gewalt gegen Frauen. In ihrem Vortrag «Sexarbeit in Österreich. Zahlen – Daten – Fakten.» wird sie uns die
Lage von Sexarbeiter*innen in Österreich aus verschiedenen Blickwinkeln näherbringen.

In einem zweiten Teil des Abends werden Aktivist*innen der Plattform sexworker.at, eine Sexarbeiterin und Dr.in Helga Amesberger auf dem Podium Erfahrungen und Wissen mit uns in einem Gespräch teilen. Wie geht die «Menschenrechtsstadt» Salzburg mit den Rechten von Sexarbeiter*innen um? Welche Hürden bringt die Rechtslage und Politik für mehrfach diskriminierte Personen mit? Und wie haben sich die Arbeitsbedingungen durch die Zeit der Pandemie verändert? Diese und viele weitere Fragen werden auf dem Podium und mit dem Publikum
besprochen.

Es wird einen Barbetrieb mit Getränken und Snacks auf Spendenbasis geben, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

Im Rahmen des internationalen Hurentages: Der internationale Hurentag findet jährlich am 02. Juni statt und soll nicht nur an die oftmals ausbeuterische Lebens- und Arbeitsbedingungen von Sexarbeiter*innen erinnern, sondern auch die Möglichkeit bieten, Sexarbeiter*innen Raum zu schaffen, um über ihre Arbeit zu sprechen und eben diese sichtbar zu machen. In einem christlichen und konservativen Land wie Österreich ist Sexarbeit nach wie vor ein Tabuthema, wird umgangen, ausgeklammert und im politischen Diskurs nicht ernstgenommen. Sexarbeiter*innen werden auf Ämtern diskriminiert und die Arbeit wird durch Gesetze und Reglementierungen massiv erschwert, wodurch viele Sexarbeiter*innen illegalisiert leben und mit horrenden Strafen rechnen müssen. Die Situation der Personen, die in dieser Branche tätig sind, hat sich während der Corona-Pandemie zusätzlich massiv verschlechtert. Diese und viele weitere Themen wollen wir mit der Veranstaltungsreihe „Let‘s Talk About Sex Work!“ kritisch beleuchten, besprechen und darüber aufklären.